ll-on-Six ist ein Behandlungsansatz, der bei vollständig zahnlosen Kiefern oder Kiefern mit extraktionsbedürftigen Zähnen angewendet wird und darauf abzielt, die dauerhafte Kaufunktion mit einer auf sechs Implantaten befestigten festsitzenden Brücke wiederherzustellen. Geeignete Kandidaten sind Patienten mit gutem Allgemeinzustand, ausreichender Mundhygiene, ausreichendem Knochenvolumen und -qualität sowie dem Wunsch nach festsitzendem Zahnersatz. Bei Zähnen mit schlechter Prognose kann eine Extraktion und Implantation in derselben Sitzung geplant werden.
Der Erfolg der Behandlung hängt von der korrekten Indikation, einer präzisen Operation, der optimalen Verteilung der Kaukräfte und dem biomechanischen Design der Prothese ab.
Bei der Kandidatenbeurteilung werden eine ausführliche klinische Untersuchung, dreidimensionale CBCT-Bildgebung, digitale Abformungen und eine Bissanalyse durchgeführt. Bei ausreichendem Knochenvolumen verbessert die strategische Verteilung von sechs Implantaten die anteroposteriore Stabilität, was die Krafteinleitung optimiert. Wenn chronische Erkrankungen wie Diabetes, Bluthochdruck oder Osteoporose gut eingestellt sind, kann All-on-Six sicher durchgeführt werden. Unkontrollierte systemische Erkrankungen, aktive Infektionen, starkes Rauchen, ausgeprägter Bruxismus und unzureichende Hygiene senken die Erfolgsquote und machen eine Vorbereitung und Änderung der Lebensgewohnheiten erforderlich.
Können vollständig zahnlose Patienten All-on-Six-Implantate erhalten?
Vollständige Zahnlosigkeit ist die häufigste Indikation für All-on-Six. Langjährig zahnlose Patienten können an Knochenhöhe und -breite verlieren. Daher wird eine Knochenkartierung durchgeführt, Implantatwinkel und -längen werden mittels 3D-Bildgebung bestimmt, und bei Bedarf werden geführte Operationsschablonen erstellt. Wenn das Knochenvolumen unzureichend ist, können vorbereitende Maßnahmen wie Sinuslift, Knochenaugmentation oder Kieferkammverbreiterung durchgeführt werden. In einigen Fällen ermöglichen angulierte Implantate im Seitenzahnbereich das Umgehen der Kieferhöhle und des Nervkanals.
Eine der größten Sorgen zahnloser Patienten ist die „Zahnlosigkeit während der Behandlung“. Bei ausreichender Primärstabilität kann innerhalb von 1–2 Tagen eine provisorische festsitzende Brücke eingesetzt werden, sodass der Patient sich während der gesamten Behandlung sozial wohlfühlt. Die endgültige Brücke wird nach der Osseointegration hergestellt. Weiche Kost, Prothesenhygiene und regelmäßige Kontrollen sind für vorhersehbare Ergebnisse unerlässlich.
Sind Patienten mit schwachem Knochen für All-on-Six geeignet?
Knochenqualität und -quantität sind entscheidende Erfolgsfaktoren; jedoch stellt „schwacher Knochen“ keine absolute Kontraindikation für All-on-Six dar. Die Knochendichte und -dicke wird zu Beginn gemessen. Die Behandlungsplanung kann umfassen: angulierte Implantate zum Vermeiden kritischer Strukturen, kurze oder breite Implantate zur Verbesserung der Primärstabilität sowie Sinuslift oder Knochenaugmentation bei Bedarf. Bei schwachem Knochen wird die Sofortbelastung vorsichtig beurteilt; wenn kein ausreichender Drehmoment erreicht wird, wird die Belastung verschoben und in seltenen Fällen eine herausnehmbare Übergangsprothese gewählt.
Bei Osteoporose muss insbesondere die Einnahme bestimmter Medikamente (z. B. intravenöse Bisphosphonate) sorgfältig überprüft werden. Wenn systemische Risiken kontrolliert sind und die chirurgische Belastung gering gehalten wird, sind die Erfolgsraten hoch. Die strategische Platzierung von sechs Implantaten bietet biomechanische Vorteile gegenüber All-on-Four. Dennoch ist eine individuelle Planung für jeden Patienten unerlässlich. (Die Implantatanzahl kann variieren—All-on-4-5-6-7-8.)
Können ältere Patienten All-on-Six erhalten?
Das Alter allein ist kein Ausschlusskriterium. Bei älteren Patienten liegt der Fokus auf einer sicheren und komfortablen Rehabilitation, die Ernährung, Sprache und Lebensqualität rasch verbessert. Die Bewertung umfasst die Kontrolle systemischer Krankheiten, Medikation, Blutungs- und Heilungsfähigkeit, manuelle Geschicklichkeit und Motivation zur Mundhygiene. Lokalanästhesie ist meist ausreichend; bei Angstpatienten kann Sedierung angewendet werden. Schonende Operationstechniken und geführte Chirurgie verbessern Heilung und Komfort.
Mit zunehmendem Alter können Knochenabbau und Weichteilveränderungen stärker ausgeprägt sein. Daher werden in der Anprobephase Lippenunterstützung, Phonation, vertikale Dimension und Okklusion sorgfältig geprüft. Mit guter Pflege und regelmäßigen Kontrollen können Implantate und Brücken viele Jahre gehalten werden. Regelmäßige Nachsorgetermine sind besonders wichtig, um Probleme frühzeitig zu erkennen.
Können Patienten mit früheren Implantaten auf All-on-Six umsteigen?
Ja. Zunächst müssen Position und Zustand der bestehenden Implantate beurteilt werden. Wenn sie stabil, gesund und biomechanisch passend sind, können sie in das neue Konzept integriert werden. Implantatmarken, Verbindungssysteme, Positionen und Ersatzteilverfügbarkeit müssen jedoch berücksichtigt werden. Bei periimplantären Entzündungen, Knochenverlust oder Frakturen müssen diese zuerst behandelt werden; schadhafte Implantate können entfernt und neue korrekt platziert werden.
Die Ursachen früherer Fehlschläge müssen analysiert werden—okklusale Überlastung, unzureichende Hygiene, Bruxismus, Rauchen, Konstruktionsfehler oder unregelmäßige Kontrollen. Der neue All-on-Six-Plan wird so gestaltet, dass diese Risiken beseitigt werden. Nachtschienen, polierte Prothesenbasen und Hilfsmittel wie Interdentalbürsten und Mundduschen werden bei Bedarf in das Behandlungskonzept integriert.
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